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Illustration: eine Reinigung mit Pumpspender und Schaum

[ Erklärt · Hauttyp ]

Welcher Hauttyp bin ich?

Veröffentlicht 23. September 20266 Min. LesezeitVon Marco Mori

Kurz: Beim Hauttyp geht es vor allem um Hautfett. Ölig oder trocken zu unterscheiden ist leicht. Bei normal oder Mischhaut verschätzt man sich am häufigsten, und die meisten halten ihre Haut für weniger ölig, als sie ist.

Der verlässliche Test zu Hause dauert eine Stunde: mit einer milden Reinigung waschen, nichts auftragen, etwa eine Stunde warten, dann bei Tageslicht schauen. Glanz überall heißt ölig, Glanz auf Stirn und Nase bei angenehmen Wangen heißt Mischhaut, Spannen ohne Glanz heißt trocken, angenehm mit wenig Glanz heißt normal. Empfindlich ist eine eigene Frage, und die beantwortet kein Spiegel.

Wie bestimme ich meinen Hauttyp zu Hause?

Mit einem Test auf nackter Haut. Du brauchst eine milde Reinigung, eine Uhr und ein Fenster, sonst nichts.

01
Mit einer milden Reinigung waschen

Eine sanfte, wenig schäumende Reinigung und lauwarmes Wasser. Mit einem sauberen Handtuch trocken tupfen. Ein scharfer Schaum würde die nächste Stunde trockener aussehen lassen, als deine Haut ist.

02
Nichts auftragen

Kein Gesichtswasser, kein Serum, keine Creme, kein Sonnenschutz, kein Make-up. Jedes Produkt verändert, wie die Oberfläche aussieht und sich anfühlt.

03
Etwa eine Stunde warten

Nach dem Waschen kommt das Hautfett zurück, der größte Teil in dieser ersten Stunde. Wer direkt nach dem Waschen prüft, hält fast jede Haut für trocken.

04
Bei Tageslicht ansehen und antippen

Ans Fenster stellen und Stirn, Nase und Wangen einzeln prüfen: Glanz, Spannen, raue oder schuppige Stellen. Der Vergleich zwischen T-Zone und Wangen ist der ganze Trick.

Was bedeutet das Ergebnis?

etwa eine Stunde nach dem Waschen, nackte Haut
Stirn und NaseWangenAm ehesten
kein Glanz, spannt eventuellspannen, rau oder schuppigeher trocken
höchstens etwas Glanz auf der Naseangenehmnormal
deutlicher Glanzangenehm oder spannendMischhaut
deutlicher Glanzebenfalls deutlicher Glanzölig
deutlicher Glanzglänzen und spannen zugleichoft eine Routine, die zu stark entfettet, siehe Spannen nach dem Waschen

Mach den Test an einem zweiten Tag, bevor du dich festlegst. Ein Morgen nach einer kurzen Nacht oder einer heißen Dusche ist eine Momentaufnahme, kein Hauttyp.

Reicht eine glänzende Nase für Mischhaut?

Nein. Stirn, Nase und Kinn sind bei fast jedem Gesicht öliger als die Wangen, eine glänzende Nase allein ist also ein ganz normales Gesicht. Mischhaut ist der Abstand zwischen T-Zone und Wangen: in der Mitte deutlich glänzend, an den Seiten angenehm oder trocken, und dieses Muster taucht immer wieder auf, nicht nur einmal.

Warum scheint sich mein Hauttyp zu ändern?

Weil Hautfett keine feste Zahl ist. Nachts ist es am wenigsten, am frühen Nachmittag am meisten, im Sommer mehr als im Winter, und mit dem Alter wird es eher weniger, bei Frauen deutlicher. Dasselbe Gesicht kann im Juli nach Mischhaut aussehen und im Januar nach normaler Haut. Deshalb glänzt die Haut gegen Mittag am stärksten, und deshalb fühlt sie sich im Winter trockener an. Beides heißt nicht, dass dein Hauttyp gekippt ist.

Ist trockene Haut dasselbe wie feuchtigkeitsarme Haut?

Nein. Trocken heißt: Die Haut spannt, fühlt sich meistens rau oder schuppig an, weil ihre äußere Schicht Wasser schlecht hält. Feuchtigkeitsarm (oft „dehydriert" genannt) beschreibt Haut, der gerade Wasser fehlt, und das kann auch ölige Haut treffen, etwa nach einer zu scharfen Reinigung. Glanz und Spannen im selben Gesicht heißen meist: Die Routine entfettet zu stark, nicht: Du hast zwei Hauttypen.

Ist empfindlich ein Hauttyp?

Nicht im Sinne von ölig bis trocken. Empfindliche Haut beschreibt ein Gefühl: Stechen, Brennen oder Jucken durch Produkte, die das eigentlich nicht auslösen sollten. Das kommt bei jedem Hauttyp vor, auch bei öliger Haut. Auf einem Foto sieht man es nicht, deshalb kannst nur du diese Frage beantworten.

Ist der Hauttyp dasselbe wie der Lichttyp nach Fitzpatrick?

Nein. Die Fitzpatrick-Skala (I bis VI) beschreibt, wie deine Haut auf Sonne reagiert, ob sie brennt oder bräunt. Wichtig für den Sonnenschutz, nicht für die Wahl von Reinigung oder Creme.

Was ändert der Hauttyp an der Routine?

Vor allem die Texturen. Ölige und Mischhaut kommen meist besser mit einer Gel-Reinigung, einer Gel-Creme und einem Sonnenschutz-Fluid zurecht. Trockene Haut mag meist eine cremige Reinigung und eine reichhaltigere Pflege. Welches Format zu welcher Haut passt, steht im Beitrag zur Reinigung nach Hauttyp. Aktivstoffe richten sich eher danach, wie deine Haut aussehen soll, als nach dem Typ. Bei einer glänzenden T-Zone sind Niacinamid und BHA trotzdem die häufigste Wahl.

Wie bestimmt Baselit deinen Hauttyp?

Beim Einrichten gibst du deinen Hauttyp an, oder „Ich bin mir nicht sicher". Diese Angabe ist der Ausgangswert und wird nie still überschrieben. Jeder Scan hält zusätzlich fest, ob deine Haut auf dem Foto deutlich glänzt und wo: in der T-Zone oder überall. Nur deutlicher Glanz zählt, und nur, wenn er an mindestens zwei verschiedenen Scan-Tagen deiner letzten vier auftaucht.

Im Haut-Tab steht dein Hauttyp mit Grund, „laut deiner Angabe" oder „laut deinen Scans" mit den gezählten Glanz-Tagen. Der Scan zeigt den sichtbaren Glanz auf deinem Foto. Das ist keine Messung von Hautfett, und Licht, Uhrzeit und Produkte spielen mit.

Häufige Fragen

Welcher Hauttyp bin ich?
Mit einer milden Reinigung waschen, nichts auftragen und etwa eine Stunde später bei Tageslicht schauen. Glanz überall heißt ölig, Glanz auf Stirn und Nase bei angenehmen Wangen heißt Mischhaut, Spannen ohne Glanz heißt trocken, angenehm mit wenig Glanz heißt normal.
Kann sich mein Hauttyp ändern?
Ja, mit Jahreszeit, Alter und Hormonen. Mischhaut kann im Sommer ölig und im Winter normal wirken. Ein Test an einem Tag ist deshalb eine Momentaufnahme, kein Urteil.
Ist Mischhaut der häufigste Hauttyp?
Sie ist eine der häufigsten Antworten, und die, bei der man sich am häufigsten verschätzt, weil fast jedes Gesicht eine öligere T-Zone hat. Mischhaut ist ein deutlicher Unterschied zwischen T-Zone und Wangen, der immer wieder auftaucht.
Kann ölige Haut feuchtigkeitsarm sein?
Ja. Feuchtigkeitsarm beschreibt Haut, der gerade Wasser fehlt, und das trifft auch ölige Haut, oft nach einer zu scharfen Reinigung. Glanz und Spannen zusammen heißen meist: Die Routine entfettet zu stark.
Braucht ölige Haut eine Feuchtigkeitspflege?
Ja. Wer sie weglässt, glänzt ein paar Stunden später oft stärker. Meist ist eine Gel-Creme die passende Textur.
Ist empfindliche Haut ein Hauttyp?
Nicht im Sinne von ölig bis trocken. Empfindlich beschreibt ein Gefühl, Stechen, Brennen oder Jucken durch Produkte, die das eigentlich nicht auslösen sollten, und das kommt bei jedem Hauttyp vor.
Soll ich mein Gesicht direkt nach dem Waschen scannen?
Besser nicht. Warte mindestens eine Stunde, damit das Foto deine Haut zeigt und nicht deine Reinigung. Frisch gewaschen ist Glanz eine Weile unsichtbar.
Kann eine App meinen Hauttyp an einem Selfie ablesen?
Zum Teil. Ein Foto zeigt sichtbaren Glanz und wo er sitzt, der beste Hinweis für ölig oder Mischhaut. Trockenheit als Hauttyp und Empfindlichkeit zeigt es nicht, und Licht oder eine frische Wäsche täuschen es leicht. Deshalb geht Baselit von deiner Angabe aus und zählt nur Glanz, der sich wiederholt.
Ist mein Hauttyp dasselbe wie mein Lichttyp nach Fitzpatrick?
Nein. Die Fitzpatrick-Skala von I bis VI beschreibt, wie deine Haut auf Sonne reagiert, ob sie brennt oder bräunt. Wichtig für den Sonnenschutz, nicht für die Wahl der Reinigung.

Baselit ist eine kosmetische App für die Hautanalyse, keine medizinische Beratung. Dieser Text beschreibt, wie Haut aussieht und sich anfühlt. Er ersetzt keinen Arztbesuch und keine hautärztliche Einschätzung.

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